Moniz in der Morgenpost

Er setzt auf die HSV-Jugend: "Die Welt muss aufwachen!"

 

Na klar, sie müssen sich noch ein wenig beschnuppern. Doch die Vorzeichen sind positiv. Als einziger Überlebender aus dem Trainerstab Martin Jols will Ricardo Moniz (45/Foto) sein Glück auch weiterhin in Hamburg finden. Bruno Labbadia sieht der Zusammenarbeit mit dem Techniktrainer optimistisch entgegen. "Ich mache mir von allen hier ein Bild, bin aber sehr offen", so der Chefcoach. "Man muss ja auch nicht zwingend alles ändern, wenn etwas gut ist."

Dass Moniz ein Mann mit Visionen ist, bewies er direkt zum Trainingsstart. Nicht zuletzt die Weiterentwicklung hoffnungsvoller Talente (wie Choupo-Moting oder Torun) liegt in seinem Aufgabenbereich. "Man muss jungen Spielern die Chance geben - dann liegt es an ihnen, sie zu nutzen", so der stets hochengagierte Co-Trainer, der um deutliche Worte nicht verlegen ist. "Die ganze Welt muss ein wenig wach werden und noch stärker auf die eigene Jugend setzen", so Moniz, der das beste Team auf dem Globus als Vorbild sieht: "Bei Barça kommen 50 Prozent der Profis aus der eigenen Jugend!" Den HSV-Jungs will er helfen, weiß aber auch: "Der letzte Schritt ist für sie immer der schwerste."

Moniz will weiter mitfeilen. "Mir gefällt, was hier aufgebaut wurde", erklärt der Niederländer. "Die Entwicklung ist sehr positiv, ich habe große Erwartungen. Es war mir einfach zu früh, jetzt schon zu verschwinden."

(MOPO vom 06.07.2009 / SEITE 3)

 

News

Moniz wirbelt im Schnee

Moniz in SchneeMoniz in Schnee

Hamburg -. „Super Christian“, „Gerri, weiter so“ - auf dem Trainingsplatz schien es am Mittwoch (25.03.09) zu brennen. Trotz unermüdlichen Schneefalls und starken Winden zeigte sich Co-Trainer Ricardo Moniz wie immer voll motiviert. Zur Trainingseinheit an die HSH Nordbank Arena waren am Vormittag außer den Profis Albert Streit, Marcel Ndjeng, Macauley Chrisantus und den Torhütern Frank Rost, Wolfgang Hesl und Raphael Wolf auch die Nachwuchsspieler Mamadi Keita, Matthias Haas, Christian Groß, Gerrit Pressel (alle HSV II), Florian Brügmann (U19) sowie zwei weitere Testspieler erschienen. Im Minutentakt wechselten sich technischen Ballübungen, Passkombinationen, 1:1-Situationen und Torabschlussübungen ab. Umschalten im Sekundentakt. Moniz nahm die Nachwuchskräfte ordentlich ran.

 

 

„Es ist wichtig, dass sie sich etwas zu trauen und ständig motiviert bei der Sache sind“, so der Niederländer. Ohne Eigeninitiative und hohe Motivation geht es nach seiner Meinung nicht. Das spüren auch seine Trainingsgäste. Immer wieder spornt Moniz sie an, 100 Prozent zu geben. Nachlassen gilt nicht. „Das kann jeder, damit wird man kein Profi“, stachelt er an. Seine Anweisungen sind schnell und voller Elan. Den Youngstern gefällt es: „Es bringt eine Menge Spaß. Die Übungen sind alle mit Ball und kombinieren die verschiedenen Aspekte“, lobt Christian Groß, der schon des öfteren zu Trainingsgruppe zählte. Zweimal durften die Youngster am Mittwoch auf den Rasen. Die Profis (Guerrero, Gravgaard, Benjamin, Petric, Castelen / Streit, Ndjeng und Chrisantus am Nachmittag) blieben derweil in den trockenen Räumen des Trainingstraktes und absolvierten Stabilisations- und Kräftigungsübungen. Aber auch sie kennen die Methoden ihres Co-Trainers und freuen sich schon auf die nächste Einheit mit ihm.

HSV verpflichtet Ricardo Moniz als Co-Trainer

 

 

Hamburg - Der Hamburger SV hat Ricardo Moniz verpflichtet. Der 43-Jährige unterschreibt an der Elbe einen Vertrag bis 2010 und erweitert damit den Trainer-Stab von Martin Jol. Moniz arbeitete zuletzt als Technik- Co-Trainer gemeinsam mit Jol beim englischen Club Tottenham Hotspur. Zuvor war er für den PSV Eindhoven und Grasshoppers Zürich und Feyenoord Rotterdam aktiv. "Ricardo Moniz ist ein absoluter Fachmann. Er genießt durch seine akribische Arbeit und Kompetenz europaweit einen hervorragenden Ruf und wird unser Trainerteam weiter verstärken", so Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

 

Der Niederländer, der zu seiner aktiven Zeit für FC Haarlem, Helmond Sport RKC Waalwijk und den FC Eindhoven spielte, freut sich auf seinen neuen Club: "Der HSV ist ein großer Verein mit bewegten Vergangenheit und einer tollen Mannschaft. Ich kenne den Club noch aus meinen Kindheit. Ich hatte von Beginn der Gespräche ein sehr gutes Gefühl. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die schöne Stadt", so Moniz gegenüber hsv.de.